Die µ-kratie - Alexander Herzen - Gedicht


Die µ-kratie

Die Hierarchie ist eine Pyramide,
mitnichten, veni-vidi,
nur auf den ersten Blick.
Stichproben, auch soziale,
hält Gaußsche Glocke in der Falle,
normal verteilter Trick.

Der Durchschnittsgeist, auch bei Nomaden,
kurz um - in allen Breitengraden,
gilt als intelligent.
Sein Intellekt... dass ich nicht lache,
sie sprechen halt die gleiche Sprache,
mitunter Dialekt.

Xis, Lambdas und die Omikrone,
Hetären königlicher Krone,
die Staatskappazität...
i-Tüpfelchen fehlt noch, die Iota,
des Schäfers (höchst wahrscheinlich) Stab.
Pi rundet dies Gebilde ab.

Das waren; Türme, Läufer, Springer,
in jedem Loch sind ihre Finger,
die Bauer kommen gleich.
Für die Promotion-Anwärter,
ist jeder Titel, ein begehrter,
Hauptsache man wird reich.

Rho, Sigma, Epsilon und Eta
Tau, Zeta, Ypsilon und Theta
das ganze Tête-a-Tête
im Bunde mit den Staats-Baronen,
wie Edelgas-My-Elektronen,
verdoppeltes Quartett.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamme.
My-Lord, (Ny-Dame - nur als Ausnahme)
befehligt diese Welt.
Das Alpha gilt als Ausreißer,
Omega als Geld-Rausschmeißer.
Sie werden nie gezählt.

Das Beta und das Phi (die Armen),
der Rest ist zwar bis jetzt im Warmen,
doch nur im Deltaplan.
Man nützt sie für die Gammastrahlen,
für Autopsie...
nur vor den Wahlen als China-Porzellan.

P. S. Das Ende naht,
unaufhaltsam... Zug... für Zug...
und heißt SCHACH-MATT.

© Alexander Herzen, 2009

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 08. September 2009 22:50

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